Herbst

Wenn Winter wird zu bleicher Blässe, der Frühling auftaut aus der Nässe, führt Sommers Licht zur großen Wende, der Herbst ist Wandel und das Ende. Setz‘ ich einen Fuß ins Laub und denke an die Sonnenzeit, fühl‘ ich, was mir die Wärme raubt. Der Wind ist hier in rotem Kleid. Wenn’s Blatte sich vom Aste trennt, die Jahreszeit den Tod erkennt, sind Lenzes Früchte schon … Herbst weiterlesen

wet dream tomato

Vor einem Jahr war ich mit Freund*innen in New York. Ein Text über eine Welt, die sich als postkolonial versteht. Wenn die Flamme weht und der Himmel verklebt, fällt der Blick auf’s Gebäude, wo der Affe steht.   Sterne funkeln auf blauem Grund, eröffnen ein Land. Mit eitren Gliedmaßen wund.   Warme Massen am Kolumbus-Kreis. Verkleistertes Wissen und Sonne und Schweiß.   Amerikanisch feuchter Traum, … wet dream tomato weiterlesen

end & ab

du, komm, ich weiß, du verstehst, erst ich und er, dann du und… zu.   mit leisen händen in wandelnde fernen wird sonne enden zu müden sternen.   du lächelst, hast schmerz, hast ein reines herz. du lächelst, teilst sehnen, das schöne gähnen.   nackte bäume wahrer kranz tiefe träume dunkler glanz   du, komm, ich weiß, du kehrst zurück, läuft der tag fort, bist … end & ab weiterlesen

Nachtlied

Ich blicke auf zu später Stunde. Mond und Stern ziehen ihre Runde. Jedes Mal eins Stück verändert, weil die Erde gerne schlendert. Nacht und Nacht und Stund‘ um Stund‘, unsre Kugel dreht sich rund. Die Lichter hoch am Firmament wissen nicht, wer sie hier kennt. Sie glänzten einst vor vielen Jahren, viel später weiß man, wer sie waren. Nacht und Nacht und Stund‘ um Stund‘. … Nachtlied weiterlesen