Nachtlied

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Ich blicke auf zu später Stunde.
Mond und Stern ziehen ihre Runde.

Jedes Mal eins Stück verändert,
weil die Erde gerne schlendert.

Nacht und Nacht und Stund‘ um Stund‘,
unsre Kugel dreht sich rund.

Die Lichter hoch am Firmament
wissen nicht, wer sie hier kennt.

Sie glänzten einst vor vielen Jahren,
viel später weiß man, wer sie waren.

Nacht und Nacht und Stund‘ um Stund‘.
Der Strudel öffnet seinen Mund.

Die Sterne glühen im Einklang
mit der großen, schwarzen Leinwand,
ohne Aus- und ohne Eingang.

Doch das dunkle alte Tief
bleibt ganz still, auch wenn ich rief.

Nacht und Nacht und Stund‘ um Stund‘.
Die heißen Steine sind im Schwund.

Der Himmel spannt sich wie ein Zelt,
behütet unsre kleine Welt.

Und die Schwester unsrer Erde
bewacht das zarte Menschenerbe.

Nacht und Nacht und Stund‘ um Stund‘.
Und noch niemand kennt den Grund.

Collage und Gedicht von mir.

Herbst 2019.

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